«Es lohnt sich, an das Positive zu glauben»

Sascha Buob steht mitten im Leben, als ein Hirntumor sein Leben komplett verändert. Nach einer schwierigen Zeit voller existenzieller Sorgen arbeitet er weiter an der Erfüllung seiner Träume. SWICA hat ihn von der Reha bis zur Wiedereingliederung in seine Arbeitsstelle unterstützt.

Sascha Buob ist Werkstattleiter und Vater einer Tochter, lebt ein aktives Leben, treibt Sport, ist viel unterwegs. Plötzlich plagen den 30-Jährigen immer wieder massive Kopfschmerzen. Der Hausarzt behandelt ihn gegen Migräne. «Eines Tages musste ich dann gar den Arbeitsplatz verlassen und nach Hause gehen. Denn ich sah plötzlich alles nur noch verschwommen», blickt er zurück. Das legt sich aber bald wieder.

Böses Erwachen

Einige Zeit später wacht er mitten in der Nacht mit gewaltigen Kopfschmerzen auf. Seine Frau bringt ihn ins Spital. Als Sascha Buob dort ankommt, helfen ihm auch hohe Dosen Schmerzmittel nicht. Nach diversen Untersuchungen steht die Diagnose fest: ein bösartiger Hirntumor. Nun geht es schnell, kurze Zeit später entfernen die Klinikspezialisten den Tumor. Nach einer Hirnblutung und einer darauffolgenden weiteren Operation plagen Sascha Buob existenzielle Sorgen. Was bedeutet die Diagnose für die Zukunft? Was bedeutet das für seine Familie? Was wird mit der Arbeit? Wie sieht es mit den Finanzen aus? «Plötzlich tauchten Fragen auf, die ich mir nie zuvor stellen musste», erzählt er. Auch für seine Familie ist die Diagnose alles andere als leicht.

Mit Rat und Tat zur Seite

Die Care Managerin von SWICA, Janine Frischknecht, unterstützt ihn bei all diesen Fragen. Sie koordiniert zwischen seinen Ärzten, der Invalidenversicherung, der Krankentaggeldversicherung und seinem Arbeitgeber. So kann sich Sascha Buob voll auf seine Genesung konzentrieren. «Das gab uns Sicherheit und ich konnte ihr vertrauen, dass sie vollends in unserem Sinn handelte.» Auch um seine Mutter und um seine Frau kümmert sich die Care Managerin. Sie vermittelt ihnen Hilfe, ermutigt und hat stets ein offenes Ohr für alle. «Sie stand immer mit Rat und Tat zur Seite. Das habe ich wirklich sehr geschätzt», lobt er.

Schätzen, was man hat

Er erholt sich gut, obwohl das Risiko für Ausfälle und Nebenwirkungen nach einer solchen Operation sehr hoch ist. Für zwei Wochen absolviert er eine Reha, darauf folgen eine Chemo- und eine Bestrahlungstherapie. Danach kontrollieren Fachpersonen weiter engmaschig seinen Gesundheitszustand. Ein Jahr später entdecken sie eine Infektion in seinem Schädelknochen. Wiederum muss sich Sascha Buob einer Operation unterziehen, die drei Monate später eine vierte nach sich zieht. Bisher die letzte. Die regelmässigen Kontrollen wegen des verbliebenen Tumors bleiben ihm leider nicht erspart — sein Leben lang. Doch der Thurgauer lässt sich nicht unterkriegen: «Irgendwann muss man sich entscheiden, ob man den ganzen Tag jammern oder ob man schätzen will, was man hat und andere vielleicht nie haben werden.»

Träume verwirklicht

Heute arbeitet Sascha Buob in anderer Funktion und kleinerem Pensum bei seinem ehemaligen Arbeitgeber. Dafür ist er sehr dankbar — auch für die Zeit, die er so vermehrt mit seiner Familie verbringen kann. Auch, weil er vor zehn Monaten nochmals Vater geworden ist und viele weitere Träume hat, die er verwirklichen will. «Wir können uns nicht den ganzen Tag Sorgen über die Zukunft machen». Anderen, die die gleiche Diagnose trifft, will er mit seinem Beispiel Mut machen: «Es gibt immer noch Hoffnung, und es lohnt sich, an das Positive zu glauben.»

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