Mit Diabetes gut leben

Essen, worauf sie gerade Lust hat: für Diabetespatientin Carmen Götschi seit fast 20 Jahren ein Ding der Unmöglichkeit. Und obwohl sie sich an ihr Ernährungs- und Bewegungsprogramm hält, läuft nicht immer alles nach Plan. Dank dem Disease-Management-Programm erhält sie jedoch gezielt Hilfe.

Diabetes und der Umgang damit ist für Carmen Götschi nicht neu. «Mein Hausarzt hat die Krankheit vor fast 20 Jahren diagnostiziert», erzählt die heute 67-Jährige. Zu Beginn konnte sie Diabetes mit Tabletten kontrollieren: «Inzwischen spritze ich dreimal täglich vor dem Essen Insulin. Zusätzlich benötige ich morgens und abends eine Spritze.» Aufgrund ihrer Krankheit musste die SWICA-Patientin ihre Ernährungsgewohnheiten komplett umstellen. Gerade zu Beginn kein einfaches Unterfangen. Als Mitarbeiterin in einer Druckerei blieb oft nur wenig Zeit zum Essen – Sandwich & Co. und unregelmässige Essenszeiten gehörten zum Alltag. «Als Rentnerin ist das nun alles ein bisschen einfacher», lacht Carmen Götschi. Sie kann sich Zeit nehmen, Menüs zu kochen, die ihr gut tun, und Essenszeiten einzuhalten, damit ihre Werte möglichst stabil bleiben.

ENGE BETREUUNG WICHTIG

Carmen Götschi ist Patientin bei Medbase in Wil. Das Gesundheitszentrum bietet Diabetespatienten ein neues Betreuungskonzept, ein sogenanntes Disease-Management-Programm an: ein strukturiertes Programm, das chronisch kranke Menschen optimal behandelt. Eine davon ist Carmen Götschi. Seit vier Jahren wird sie von der medizinischen Praxisassistentin Susanne Fausch, die auf die Betreuung von Diabetespatienten in einer Hausarztpraxis spezialisiert ist, eng betreut. Als erste Ansprechperson führt Susanne Fausch die Kontrollen durch und beantwortet Fragen. Bei medizinischen Problemen oder Unklarheiten tauscht sie sich mit dem Hausarzt aus oder vereinbart einen Termin bei ihm. «Ich kenne die Krankheitsgeschichten meiner Patienten und kann mir mehr Zeit für sie nehmen als ein Hausarzt, der häufig unter hohem Zeitdruck steht», erklärt Susanne Fausch. Dank ihrer Spezialisierung und regelmässigen Weiterbildungen sei sie immer auf dem neusten Stand und habe ein grosses Netzwerk, um sich auszutauschen. Für Susanne Fausch ist Carmen Götschi eine Vorzeigepatientin. Als die Zuckerwerte und das Gewicht trotzdem steigen, besprechen sie neue Behandlungsmöglichkeiten. «Da bei Diabetespatienten Ernährung und Bewegung eine wichtige Rolle spielen, arbeiten wir eng mit Physiotherapeuten und Ernährungsberaterinnen zusammen», sagt die medizinische Praxisassistentin. Sie vereinbart bei beiden Termine für Carmen Götschi. «Der Physiotherapeut wollte mich zu Besuchen im Fitnesscenter motivieren», schmunzelt Carmen Götschi. Da ihr Fitnesscenter nicht zusagen, einigen sie sich auf Übungen, die sie zu Hause machen kann – zusätzlich zum Aquafit und den Velotouren am Bodensee mit ihrem Mann. «Ich hoffe, dass sich meine Werte und mein Gewicht mit den Übungen und den Tipps der Ernährungsberaterin wieder einpendeln.»

CHRONISCH KRANKE PATIENTEN OPTIMAL BEHANDELN 

Disease-Management-Programme haben zum Ziel, Patienten mit chronischen Krankheiten optimal zu behandeln. Diese strukturierten Programme basieren auf den Erkenntnissen der evidenzbasierten Medizin und führen den Patienten entsprechend seinen Bedürfnissen durch den Behandlungspfad. Gleichzeitig erhält er eine Ansprechperson, die einfach erreichbar ist, seine Krankengeschichte kennt und die Behandlungen koordiniert. Vor allem bei chronisch kranken Menschen ist es relevant, dass sie als Partner ernst genommen werden und eine aktive Rolle im Entscheidungsprozess übernehmen können. Sie erkennen dadurch, dass sie der Krankheit nicht hilflos ausgeliefert sind und ihre Lebensqualität aktiv beeinflussen können. SWICA unterstützt verschiedene Ärzte-Netzwerkpartner, die Disease-Management-Programme im Bereich Diabetes, COPD, Hypertonie (Bluthochdruck) und koronare Herzkrankheit anbieten.

Interessieren Sie sich für ein Disease-Management-Programm? Dann kontaktieren Sie den Kundenservice 7×24 für mehr Informationen: 0800 80 90 80

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