Den Boden unter den Füssen verloren

Manuel Travé verliert von einem Tag auf den anderen seine Selbstständigkeit: Nach einer Operation wacht er auf und ist vom Hals abwärts gelähmt. Seine SWICA Care Managerin kümmert sich um alles, damit er sich voll auf seine Genesung fokussieren kann.

Es trifft Manuel Travé aus heiterem Himmel: Abends verspürt er einen seltsamen Druck auf der Brust, der in den rechten Arm ausstrahlt. Am nächsten Morgen ist der Schmerz noch da. Seine innere Stimme sagt ihm, dass etwas nicht stimmt, und er kontaktiert seinen Hausarzt. Auf dessen Empfehlung hin ruft er umgehend die Ambulanz. «Mit Verdacht auf Herzinfarkt wurde ich ins Krankenhaus eingeliefert», erzählt Travé. «Im Spital wies allerdings nichts auf einen Herzinfarkt hin, und ich wurde wieder entlassen. Als ich aufstehen wollte, haben meine Beine versagt, und ich landete auf dem Boden.» Er hat Lähmungserscheinungen in den Beinen und den Armen.

Im Spital werden weitere Abklärungen gemacht. Da die Resultate nicht eindeutig sind, soll eine Magnetresonanztomografie Klarheit schaffen. «Die Ärzte ­stellten fest, dass mein Spinalkanal der Halswirbelsäule zu eng war. Da die Gefahr bestand, dass die darin liegenden Nerven vollständig geschädigt werden, wurde ich notfallmässig operiert», fährt er fort. Als er nach der Operation aufwacht, ist er vom Hals abwärts gelähmt. Ein Schock für Manuel Travé.

Ein Fall für das Care Management von SWICA. Bereits zehn Tage
nach der Operation wird er für die Reha ins Schweizer Paraplegiker-Zentrum nach Nottwil verlegt. Er kann weder Arme noch Beine bewegen, doch nie verliert er seinen Optimismus. «Ich habe irgendwie gespürt, dass ich eines Tages ­wieder werde gehen können, und auf diesen Tag habe ich hinge­arbeitet», schildert Travé seine Haltung. Er bringt es auf den Punkt: «Reha bedeutet harte Arbeit. Man kann nicht eine Tablette nehmen, und ­alles funktioniert wieder. Aber man kann sich auf seine Therapeuten verlassen.» Seine SWICA Care ­Managerin Catia Buzzolini erinnert sich gerne an die sehr kooperative Zusammenarbeit zwischen Nottwil und SWICA, die stets den Menschen ins Zentrum stellte. «Ich habe heute noch einen guten Draht zu meinen vier Therapeutinnen. Sie haben mich motiviert und unterstützt, wo es nur ging», erzählt Travé und man spürt eine grosse Dankbarkeit und Verbundenheit.

Organisatorisch und finanziell wurde alles von SWICA übernommen, ich habe mir nie Gedanken darüber machen müssen. Das war eine grosse Erleichterung.


Zwei Monate vor dem Austritt aus der Reha kann er sich mit Rollstuhl und Krücken fortbe­wegen. Sein Ziel, die Klinik laufend zu verlassen, kommt in greifbare Nähe. «Nach neun Monaten in der Reha bin ich ohne Rollstuhl und Krücken aus der Klinik marschiert», schliesst Manuel Travé seine bewegende Geschichte. Den grossen Moment hat er in einem Video festgehalten, das er stolz auf seinem Mobiltelefon zeigt.

Manuel Travé hat es geschafft. Dass er seine Gehfähigkeit ­wiedererlangt hat, hat ihm seine Selbstständigkeit zurückgegeben. Er ist weiterhin in Therapie und macht auch zwei Jahre später noch Fortschritte, was Beweglichkeit und Kraft anbelangt.

Das tat SWICA für Manuel Travé

  • Besuch während des stationären Aufenthalts sowie laufende telefonische Betreuung und Standortbesprechung.
  • Regelmässiger Austausch mit Therapeuten und Koordination von bedarfsgerechten ambulanten Behandlungen (Ergo- und Physiotherapie)


Das Care Management ist eine kostenlose Dienstleistung für SWICA-Versicherte und deren Angehörige. Die rund 85 Care Manager schweizweit bieten Hilfe bei der Bewältigung in komplexen medizinischen Situationen oder in schwierigen Lebensphasen.

2 Kommentare über “Den Boden unter den Füssen verloren

  1. Leider, wenn das Unglück dich trifft, kannst du nur reagieren und daran festhalten, zu einem normalen Leben zurückzukehren, mit harter Arbeit an dir selbst und mit viel Mut und Zuversicht, die du tun kannst. Das passiert mir in diesen Tagen, ich wurde auch von einem Care Manager kontaktiert, ich hoffe, Sie finden die am besten geeignete Lösung für meinen Fall.

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