Das Beste aus beiden Welten vereint

Es gibt nicht nur das eine oder das andere: Klassische und komplementäre Medizin lassen sich in vielen Fällen gut vereinen. Das bietet den Patienten eine ideale Versorgung – besonders bei der Therapie von chronischen Krankheiten.

Fast jeder Mensch wurde schon mal von Kopf- und Rückenschmerzen geplagt. Es sind zwei der häufigsten Beschwerdebilder in der Schweiz gemäss der Gesundheitsbefragung 2017. Was tun, wenn die Schmerzen immer wiederkehren oder sogar chronisch werden? Gerade bei der Therapie von chronischen Krankheiten setzen viele Patienten neben der regulären Behandlung beim (Haus-)Arzt auf komplementäre, also ergänzende Therapien wie Osteopathie, Craniosacral-Therapie, Shiatsu, Yoga oder Akupunktur.

Wohlbefinden steigern für mehr Lebensqualität

Eine sinnvolle Verbindung, findet Roger Bachmann, Leiter Fachbereich Kom­ple­men­tär­medizin bei SWICA: «Wir sprechen hier von einer sogenannten integrativen Ver­sorgung. Das bedeutet, dass man das Beste aus Schul- und Komplementärmedizin zusammenbringt.»

Komplementäre Methoden helfen vielfältig, wenn es um einen besseren Umgang mit Schmerzen geht. Beispielsweise bei einer Krebstherapie: «Viele Patienten können ihre konventionelle Therapie wesentlich länger ertragen, wenn sie mit Komplementärmedizin kombiniert wird. Yoga, Massagen und Co. können ihnen beispielsweise ein positives Körpergefühl zurückgeben oder auch den Umgang mit Nebenwirkungen verbessern.»

Häufigste Beschwerden und Methoden

Diese Kombination von Tradition und moderner Technologie erforscht das Institut für komplementäre und integrative Medizin am Universitätsspital Zürich. Es hat – in enger Zusammenarbeit mit SWICA und dem Erfahrungs Medizinischen Register EMR – eine Studie mit rund 3600 Therapeuten durch­geführt, die Behandlungen im Bereich Komplementärmedizin anbieten. Die Be­fragung der Therapeuten hat gezeigt: Auch hier ge­hören Kopfschmerzen und Migräne sowie Nacken- und Rückenschmerzen zu den meistge­nann­ten Beschwerdebildern, gefolgt von Stress/Nervosität, allgemeinen Gelenkschmerzen, Verdauungs- sowie Schlaf­störungen.

Ebenfalls befragt wurden die Therapeuten zu den am häufigsten eingesetzten Behandlungsmethoden. Hier fallen besonders die regionalen Unterschiede auf: Während in der Deutschschweiz neben klassischen Massagen vor allem Craniosacral-Therapie und Akupunktur zum Einsatz kommen, setzt man in der Westschweiz häufiger auf Osteopathie. Roger Bachmann erklärt den Grund: «Osteopathie ist in Frankreich schon länger etabliert und hat ihren Weg rasch in die ­französische Sprachregion der Schweiz gefunden.» Im ­Tessin hingegen werden vor allem die medizinische Massage und Shiatsu an­gewandt.

Online buchen und direkt abrechnen

Egal, welche Methode: Im Therapeutenverzeichnis von SWICA – www.swica-guide.ch – können Versicherte ihre Behandlung direkt online buchen – sofern der Therapeut dies anbietet. Neu mit direkter Abrechnung über das sogenannte Tiers-Payant-Prinzip: Den Patienten wird dadurch nur noch die all­fällige Kostenbeteiligung in Rechnung gestellt.

Das Therapeutenportal wird laufend ausgebaut und die Qualität langfristig verbessert. Roger Bachmann: «Künftig setzen wir noch stärker auf eidgenössische Aus­bildungen. Dadurch können wir sicherstellen, dass wir unsere Versicherten mit den besten und wirksamsten Behandlungsmethoden unterstützen können.»


Tiers-Payant-Prinzip: Den Patienten wird nur noch die allfällige Kostenbeteiligung in Rechnung gestellt.

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