«Da ist endlich eine Person, die mich auffängt.»

Melanie Schwieters kann wegen chronischer Rückenschmerzen ihren Alltag mit einem kleinen Kind nicht mehr bewältigen und wird von finanziellen Sorgen geplagt. Das SWICA Care Management vermittelt der berufstätigen Mutter Hilfe auf allen Ebenen.

«Im Lockdown hatte ich einen Rückfall, aber seither geht es aufwärts.» Melanie Schwieters lächelt zuversichtlich. Die 36-Jährige sitzt kerzengerade auf ihrem Stuhl und erzählt von der Zeit, als sie buchstäblich am Boden war. Schmerzen im oberen Rücken plagen die St. Gallerin seit etwa zehn Jahren. Erst nimmt sie sie gar nicht richtig wahr. Die Ursache ist nicht eindeutig. Ein früherer Unfall? Schleichend verschlimmern sich die Beschwerden – parallel zur Belastung in anderen Lebensbereichen. In der Ehe läuft es nicht gut und es kommt zur Scheidung. Die Arbeit in einer Kindertagesstätte gefällt ihr und sie kann das eigene Kind dorthin mitnehmen, doch der Non-Stop-Betrieb setzt ihr zu. Sie sucht Hilfe bei der Hausärztin. Diese wimmelt die junge Frau ab mit den Worten, sie selbst habe auch einen Beruf und daneben Kinder grossgezogen …

Ganz tief unten

Sommer 2019 geht bei Melanie Schwieters nichts mehr. «Ich war ‹ausgenockt›, konnte nur noch liegen.» Die Diagnose Bandscheibenvorfall in der Nackenwirbelsäule bringt etwas Klarheit, aber keine Besserung. Sie erklärt die schlimmen Schmerzen im Lenden- bereich nicht, wo auch zwei Infiltrationen keine Linderung bringen. Nach einem Hinweis ihrer Mutter, die selbst vier Jahre davor anlässlich einer schweren Operation vom SWICA Care Management betreut wurde, meldet sich Melanie Schwieters bei ihrer Gesundheitsorganisation.

Von da an setzt Care Managerin Petra Carpanese alle Hebel in Bewegung. Sie hilft bei der Abklärung, wer fürs Bezahlen des Krankentaggelds zuständig ist. Denn Melanie Schwieters hat inzwischen ihre Stelle gekündigt. Zwar hätte sie nahtlos eine neue Arbeit in Aussicht, doch wird sie diese vermutlich nicht antreten können. Auch der Kontakt zur Schmerzklinik St. Gallen kommt mit der Unterstützung der Care Managerin schnell zustande. «Innerhalb von wenigen Tagen hatte ich einen Termin und bald darauf endlich einen Therapieplatz», erinnert sich Melanie Schwieters. Petra Carpanese kümmert sich nicht nur um alles Organisatorische, sondern in langen Gesprächen auch um das psychische Befinden ihrer Kundin. Diese realisiert: «Da ist endlich eine Person ausserhalb meines direkten Umfelds, die mich auffängt.»

Ein Paket von Massnahmen

Ein weiteres Glück: Der neue Arbeitgeber zeigt sich kulant und verspricht, Melanie Schwieters könne ihre Stelle auch später antreten. Dadurch ist die finanzielle Situation entspannter. Auf der gesundheitlichen Seite geht es dank der intensiven ambulanten Schmerztherapie – einer Kombination aus Physio-, Ergo- und Psychotherapie – allmählich besser. Seit Anfang 2020 arbeitet Melanie Schwieters vierzig Prozent in der Datenerfassung. Einen Tag pro Woche kann sie im Home-Office bleiben, was ihr die Betreuung der mittlerweile 7-jährigen Tochter erleichtert. Das Büro daheim ist mit einem ergonomischen Stuhl ausgestattet – infolge Anfrage bei der IV, für die Petra Carpanese die Koordination übernommen hat.

Noch eine Massnahme kommt dank der Care Managerin zustande: eine Haushaltshilfe, die ihr rückenbelastende Tätigkeiten abnimmt. So kann sich die alleinerziehende Mutter ausschliesslich auf Kind, Beruf sowie Therapien konzentrieren. Dazu gehören auch Kräftigungs- und Mobilisationsübungen, die sie mit viel Selbstdisziplin täglich durchführt. Als es während der Corona-Krise im vergangenen Frühling nur noch harzig vorwärtsgeht, helfen Melanie Schwieters erneut die Gespräche mit ihrer Care Managerin. «Sie hat so viel Fachwissen und Herzblut und sie schaut die Situation aus einem anderen Blickwinkel an.»

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