Viel Auswahl – wenig Durchblick

Die Auswahl an Lebensmitteln ist so umfassend wie nie zuvor; Ernährungstrends schiessen wie Pilze aus dem Boden. Da ist es schwierig, den Überblick darüber zu behalten, was nun wirklich gesund ist und was nicht.

Die Essgewohnheiten der Schweizer Bevölkerung haben sich in den letzten 50 Jahren stark ver­ändert. Heute haben wir Zugang zu einem vielfältigen und nahezu saisonunabhängigen Lebensmittelangebot. Eine grosse Auswahl ist toll, kann aber auch zu Verunsicherung führen. So stellen wir uns heute vor dem Supermarktregal schnell einmal die Frage, welche der zehn Milchsorten denn nun die beste für uns ist, auf welches Label man sich verlassen kann oder ob man die Light-Variante eines Produkts kaufen soll. Eins ist klar: Auf diese Fragen gibt es keine allgemeingültige Antwort. Ein paar generelle Tipps helfen jedoch, eine gesunde Wahl zu treffen:

Regional und saisonal einkaufen

Früchte und Gemüse aus der Region, die Saison haben, sind Lebensmittel, die von weit her importiert werden, vorzuziehen. Sie sind in der Regel nährwertreicher und die kürzeren Transportwege sind erst noch besser für die Umwelt.

Unverarbeitete Produkte bevorzugen

Bereiten Sie Ihr Essen mit frischen, möglichst unverarbeiteten Produkten selbst zu. So haben Sie immer den Überblick darüber, was genau in Ihrem Essen steckt.

Im Zweifelsfall auf Bewährtes setzen

Können Sie sich vor lauter Produktvarianten nicht entscheiden? Dann bleiben Sie beim bekannten Produkt, von dem Sie wissen, dass es Ihnen guttut.

Orientierung bringt auch die Lebensmittelpyramide der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung (SGE). Sie zeigt auf, in welchen Mengen einzelne Lebensmittel konsumiert werden sollen: sge-ssn.ch/lebensmittelpyramide

Was gilt wirklich?

Mit dem immer grösser werdenden Lebensmittelangebot aus der ganzen Welt kommen auch immer mehr alternative Ernährungstrends auf. Das löst Debatten über urschweizerische Produkte aus, die seit Langem zu unseren Grundnahrungsmitteln gehören. Immer mehr Menschen verzichten beispielsweise aufgrund gesundheitlicher und ökologischer Aspekte auf Fleisch oder auf alle tierischen Produkte. Auch die Diskussionen um die gesundheitlichen Auswirkungen von Kuhmilch haben Folgen. So werden heutzutage weniger Milchprodukte konsumiert als vom BAG empfohlen. Aber ist Kuhmilch wirklich schlecht für den Menschen? Und worauf ist zu achten, wenn man sich vegetarisch ernährt? Die Antworten auf solche Fragen sowie Tipps für den Alltag finden Sie auf der BENEVITA Gesundheitsplattform.

Lesen Sie auf BENEVITA mehr zu diesen Themen

• Kuhmilch: Ist sie für den Menschen geeignet?

• Vegi oder vegan: Das müssen Sie beachten.

• Produktevielfalt: Was soll ich kaufen?

• Protein: Wie viel braucht der Körper?

• Supplemente: Wann braucht es sie wirklich?

benevita.ch

Umfassende Unterstützung

Eine gesunde Ernährung wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Deshalb unterstützen wir Versicherte zum Thema Ernährung umfassend. Auf BENEVITA können Sie sich von saisonalen Rezepten inspirieren lassen. Rufen Sie uns an und nehmen Sie die Tipps unserer Ernährungsberaterin in Anspruch oder erfahren Sie online mehr über die verschiedenen Ernährungsprogramme, an denen wir uns aus den Zusatzversicherungen mit bis zu 600 Franken pro Jahr beteiligen: swica.ch/ernaehrung


Kochen wie die Profis

Gesundes Essen muss keineswegs fade und langweilig sein. Die Schweizer Kochnationalmannschaft verrät, wie mit kleinen Anpassungen beim Kochen viel herausgeholt werden kann.

Knusprig anbraten ohne viel Fett

Das richtige Werkzeug machts: Benutzen Sie eine beschichtete Pfanne oder eine Grillpfanne, dann klappts mit dem knusprigen Anbraten auch mit nur wenig Fett.



Mehr Kräuter – weniger Salz

Greifen Sie zu frischen, getrockneten oder gefrorenen Kräutern. Damit wird ihr Essen auch mit wenig Salz geschmacksintensiv und abwechslungsreich. Kräuter enthalten zudem Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe.


Richtiges Öl verwenden

Wenn Fett, dann das richtige: Verwenden Sie für die kalte Küche beispielsweise kalt­gepresste Raps-, Oliven- oder Baumnuss­öle, die wertvolle Fettsäuren enthalten, und zum Braten hitzebeständiges HOLL-Rapsöl oder Olivenöl.



Gemüse schonend zubereiten

Verzichten Sie darauf, Gemüse im Wasser zu blanchieren oder zu sieden. Schonender für Vitamine und Mineralstoffe ist es, das Gemüse zu dünsten oder mit einem Dampfeinsatz zu dämpfen.



Profirezept entdecken

SWICA ist stolzer Sponsor der Koch­national­mannschaft. Darum stellen die Profis speziell für SWICA-Versicherte jeden Monat ein gesundes und inspirierendes Rezept zum Nachkochen vor. Alle Rezepte finden Sie auf benevita.ch unter dem Suchbegriff «Kochnational­mannschaft».

2 Kommentare über “Viel Auswahl – wenig Durchblick

  1. „Bereiten Sie Ihr Essen mit frischen, möglichst unverarbeiteten Produkten selbst zu. So haben Sie immer den Überblick darüber, was genau in Ihrem Essen steckt.“ – Damit kann ich mich nicht generell einverstanden erklären. Gemüse, dass frisch geerntet, dann vom Lieferanten dem Grossverteiler gebracht, in die Läden gekarrt und dort in die Auslage gelegt wird, kann möglicherweise über längere Zeit verschiedenen Einflüssen ausgesetzt gewesen sein. Wenn ich Kunden beobachte, die jeden Salatkopf mit ihren Händen quetschen, jedes Brot zusammendrücken und an jeder Ananas die Nase reiben, ist mir Tiefkühlgemüse, welches sofort nach der Ernte gewaschen, gerüstet, verpackt und schockgefroren wird, um einiges lieber. Ausserdem kann nicht verkaufte Frischware über Nacht im Kühlraum gelagert und am nächsten Tag wiederum als frisch geerntet in die Auslage gelangen. Wie sonst lassen sich z.B. einzelne verschimmelte Blaubeeren oder Himbeeren in den Verpackungen erklären. Ok, man sollte halt saisonal kaufen, dann gibt es im Winter keine Blau- oder Himbeeren. Aber diese werden nun mal in Spanien produziert und müssen an den Kunden gebracht werden. Nicht kaufen bringt den spanischen Produzenten, die viel Mühe und Arbeit in die Produktion gesteckt haben, auch nichts.

  2. Es ist richtig, dass Gemüse und Früchte, die direkt nach der Ernte tiefgefroren wurden, sehr viele Nährstoffe enthalten. Diese Produkte können wie frische Produkte verwendet werden. Wichtig ist, dass sie nicht (beispielsweise in Fertiggerichten) weiterverarbeitet wurden.

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