Gift im Körper

Als ihr Arbeitsort saniert wird, leidet Theodora Mis plötzlich an starken körperlichen und psychischen Beschwerden. Die Diagnose lautet Schwermetall­vergiftung. Nach zahlreichen erfolglosen Behandlungen hilft ihr das SWICA Care Management, die passende Therapie zu finden.

19 Jahre lang war Theodora Mis mit ihrer ehemaligen Praxis in St. Gallen eingemietet, wo sie verschiedene Gesundheitstherapien angeboten hatte. Nach einem Eigentümerwechsel im Oktober 2014 wurde sie darüber informiert, dass das 1901 erbaute Haus aus der Textil- und Stickereizeit saniert werde. Kurz nach dem Start der Umbauarbeiten erreichte sie eine unerfreuliche Nachricht: Aus Sicherheitsgründen müsse sie das Haus verlassen, da die Holzbalken nicht mehr stabil genug seien.

Metallgeschmack im Mund

Nach dem anfänglichen Schock fand Theodora Mis schon bald einen neuen Standort für ihre Praxis und bereitete den Umzug vor. Dabei traten plötzlich starke gesundheitliche Beschwerden auf: krampfartige Hustenanfälle, geschwollene Beine, starker Juckreiz am ganzen Körper und Schlaf­störungen. «Zudem hatte ich ständig einen unangenehmen Metallgeschmack im Mund und es fühlte sich an, als hätte ich Fremdkörper in den Augen.» Beunruhigt habe sie auch der Zustand ihrer vielen Pflanzen, die sie in ihrer alten Praxis hatte: «Sie gingen alle ein.»

Theodora Mis suchte ihren Hausarzt auf, der eine Blut­analyse durchführte. «Diese ergab jedoch kein aussergewöhnliches Bild», erinnert sie sich. Der Arzt verschrieb ihr unter anderem Lymphdrainage, um die Schwellung in ihren Beinen zu lindern. Regelmässig ging sie in die Therapie, doch diese schlug nicht an. Verzweifelt suchte sie eine Naturheilärztin auf. «Als ich ihr von den Symptomen und dem Zustand meiner Pflanzen erzählte, äusserte sie den Verdacht auf eine Schwermetallvergiftung.»

Emotionale und physische Belastung

Erneut konsultierte Theodora Mis ihren Hausarzt, der nach einer speziellen Blutuntersuchung tatsächlich hochgradige Quecksilber- und Bleigehalte im Blut feststellte. Dabei handelte es sich um Metalle, die beispielsweise in Schlacke enthalten sind – einem Material, das bis weit ins 20. Jahrhundert zur Dämmung von Böden und Wänden beim Hausbau eingesetzt wurde. «Die Schwermetalle wurden durch unsachgemässes Herauslösen beim Umbau freigesetzt», sagt Theodora Mis.

Nach der Diagnose folgten zahlreiche Behandlungen bei diversen Therapeuten. «Leider hat nichts gewirkt», erzählt Theodora Mis. Ihr Zustand verschlimmerte sich so sehr, dass sie die Arbeit in ihrer Praxis aufgeben musste: Neben den körperlichen Symptomen litt sie auch an Konzentra­tionsstörungen und war emotional instabil. «Manchmal brach ich grundlos in Tränen aus – das kannte ich gar nicht von mir.» 

Struktur im Therapiewirrwarr

SWICA Care Managerin Tanja Pannofino schaltete sich ein. Sie erinnert sich, wie schlecht es Theodora Mis damals ging: «In ihrer Verzweiflung hat sie unzählige Behandlungen ausprobiert. Mein Ziel war es, Struktur ins Therapiewirrwarr zu bringen.» Tanja Pannofino vermittelte sie an eine Komplementärmedizinerin aus dem SWICA-Netzwerk. Dieser gelang es, mittels Bioresonanz, Phytotherapie und Lymphdrainage die Metalle aus dem Körper zu leiten. Zusätzlich ging Theodora Mis in die Physiotherapie, denn die krampfartigen Hustenanfälle hatten zu diversen Verspannungen im ganzen Körper geführt. Emotionale Stärke fand sie im Achtsamkeitstraining: «Die Übungen haben mir sehr geholfen, mich wieder auf mich selbst zu konzentrieren.»

Heute geht es Theodora Mis gut. Die 72-Jährige ist glücklich, dass sie ihre Praxistätigkeit am neuen Ort wieder aufnehmen konnte. «Ich habe gelernt, mich nicht unter­kriegen zu lassen und nach vorne zu schauen.»

Das tat das Care Management für Theodora Mis

  • Beratung zur optimalen Therapie
  • Vermittlung an eine Naturheilärztin aus dem SWICA-Netzwerk
  • Regelmässige Absprache mit den behandelnden Therapeuten
  • Unterstützung und Begleitung auf moralischer Ebene

Das Care Management

Das Care Management ist eine kosten­lose Dienstleistung für SWICA-Versicherte und deren Angehörige. Die schweizweit rund 85 Care Manager bieten Hilfe bei der Bewältigung von komplexen medizinischen Situationen oder in schwierigen Lebensphasen.

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